Hypersensibilität

Hypersensibilität

Was ist eigentlich Hypersensibilität?

 

Hypersensibilität, Hochsensibilität und Hochsensitivität – diese Begriffe werden oft synonym verwendet oder miteinander verwechselt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um unterschiedliche Konzepte, die präzise voneinander abgegrenzt werden können. Während Hochsensibilität (High Sensitivity) und Hochsensitivität in den letzten Jahren verstärkt wissenschaftliche Beachtung gefunden haben, wird Hypersensibilität weniger oft als eigenständiger Begriff thematisiert. In diesem Text soll Hypersensibilität definiert, von den verwandten Konzepten abgegrenzt und erklärt werden.

 

Definition

 

Hypersensibilität bezeichnet eine übersteigerte Reaktion des Nervensystems auf bestimmte Reize, die oft als unangenehm, schmerzhaft oder unerträglich wahrgenommen werden. Sie kann sowohl physischer als auch psychischer Natur sein. Diese Reizüberempfindlichkeit zeigt sich häufig in Bezug auf spezifische Umweltfaktoren, wie laute Geräusche, grelles Licht oder bestimmte Materialien auf der Haut. Die Reaktion kann auch emotionale Ausprägungen annehmen, beispielsweise eine übermäßig starke Reaktion auf zwischenmenschliche Konflikte oder Stresssituationen.

 

Ein charakteristisches Merkmal von Hypersensibilität ist, dass sie oft situativ oder in Bezug auf bestimmte Auslöser auftritt und dabei über das hinausgeht, was als "normal empfindlich" bezeichnet werden könnte. So kann eine Person beispielsweise Licht als extrem blendend empfinden, obwohl andere es als angenehm empfinden. Die Entstehung kann sowohl genetisch bedingt als auch erworben sein, etwa durch traumatische Erlebnisse, chronischen Stress oder neurologische Erkrankungen wie Fibromyalgie.

 

Peter Berger - jameda.de